BWL-Studium: Was ich gerne davor gewusst hätte!

September 16, 2019 0 By Stanley Isaacs


In diesem Video lernst du, was ich persönlich
gerne schon während meiner Schulzeit über das BWL-Studium gewusst hätte. Solltest du also gerade mit dem Gedanken spielen,
ein BWL-Studium zu beginnen, wird dir dieses Video bei deiner Entscheidung bestimmt weiterhelfen. Viel Spaß! – Hey Leute – was geht ab? Herzlich Willkommen zu diesem Video! Das allererste Mal, dass man mich auf YouTube
gesehen hat, war in einem Interview auf dem Kanal von Joe Trenk. Damals hatten wir ein bisschen über das BWL-Studium
gesprochen und nachdem das Video inzwischen schon über 70.000 Klicks hat und ich noch
ziemlich oft per E-Mail oder so Fragen bekomme, habe ich mir gedacht, dass ich das Thema auch
mal auf diesem Channel hier ein bisschen anspreche. Wie möchte ich dieses Video strukturieren? Also: Ich werde erstmal ein paar Sätze zu
meinen persönlichen Erfahrungen erzählen und danach dann auf all die Dinge eingehen,
die ich gerne schon vorher über das BWL-Studium gewusst hätte. Obwohl das Video ziemlich lang sein wird,
wird es trotzdem noch sehr viele Punkte geben, auf die ich nicht oder nur unvollständig
eingehe – von dem her: Wenn du möchtest, dass ich auf irgend ein Thema in einem extra-Video
noch tiefer eingehe oder du sonst irgendwelche Fragen hast, dann schreibs mir einfach in
einem Kommentar unter diesem Video – ich werde dir auf jeden Fall drauf antworten. Bevor ich jetzt ganz mit dem Video starte,
möchte ich aber noch gerne einen Punkt ganz klar stellen: Und zwar ist alles, was du in
diesem Video hören wirst, extrem SUBJEKTIV. Ich werde wirklich alles aus meiner ganz persönlichen
Sicht erzählen. Ich kenne zwar sehr viele andere BWL-Studenten,
auch von anderen Unis und Fachhochschulen, sogar aus anderen Ländern, von dem her weiß
ich, (mit der Hand wackeln) dass das, was ich dir jetzt in diesem Video erzählen werde
nicht komplett an der Realität vorbei ist, ABER es wird nichtsdestotrotz mit Sicherheit
sehr viele BWL-Studenten geben, die komplett andere Erfahrungen gemacht haben und dir ganz
andere Tipps geben würden. Von dem her: Wenn du dir jetzt gerade dieses
Video hier anschaust, um zu entscheiden, ob du später mal BWL studieren möchtest, dann
lass das Video mit in deine Entscheidung einfließen, ABER basiere jetzt bitte nicht deine komplette
Entscheidung nur auf diesem einen Video hier, sondern versuche, dir von möglichst vielen
anderen Quellen auch noch ein paar Erfahrungen einzuholen. – Also: Legen wir los. Ich hab 2015 mit meinem Bachelor-BWL-Studium
an der Uni Frankfurt angefangen. Falls du dich schon ein bisschen mit der Materie
beschäftigt hast, wirst du vielleicht wissen: An der Uni Frankfurt heißt das Ganze „Wirtschaftswissenschaften“
und nicht „BWL“, weil das Studium sowohl Komponenten der Betriebswirtschaftslehre als
auch der Volkswirtschaftslehre enthält und man im späteren Verlauf des Studiums festlegen
kann, ob man seinen Schwerpunkt dann eher auf BWL oder auf VWL legen will. Der Großteil aller Studenten – darunter auch
ich – entscheidet sich dann für die BWL-Richtung, wo man eigentlich genau die gleichen Fächer
hat, wie in einem reinen „BWL“-Studium. – Das Studium an sich läuft so ab, dass du
im ersten Semester erstmal die kompletten Grundlagen lernst, die du später im Studium
immer wieder brauchen wirst – das bedeutet: in erster Linie Mathematik und Statistik. Wer also die Erwartung hat, dass man im ersten
Semester direkt schon irgendwelche Finanzprodukte berechnet, wird am Anfang erstmal enttäuscht
werden. Sobald diese Grundlagen dann sitzen, gibt
es dann zwei Arten von Fächern, die dich bis zum Schluss deines Studiums begleiten
werden. – Zum einen wirst du Fächer haben, die Semester
für Semester immer weiter aufeinander aufbauen, sodass du dann am Ende des Bachelors schon
ein ziemlich gutes Wissen über dieses Thema haben wirst. Ich habe in meinem Studium z.B. den Schwerpunkt
„Finance & Accounting“ gewählt, und dadurch habe ich dann z.B. in einem Semester den Kurs
„Finanzen 1“, im nächsten Semester dann den Kurs „Finanzen 2“ und darauf aufbauend
dann noch den Kurs „Finanzen 3“. Das ist natürlich von Uni zu Uni immer ein
bisschen Unterschiedlich, aber was ich jetzt auch von Leuten von anderen Unis gehört habe,
ist, dass du immer Fächer haben wirst, die dich mehr oder weniger dein gesamtes Studium
begleiten werden. – Auf der anderen Seite wirst du allerdings
auch Fächer haben, für die du ein Semester lang was lernst und dann in deinem ganzen
Leben wahrscheinlich nie wieder brauchen wirst. Das ist jetzt der erste Punkt, bei dem ich
sagen würde: Das hätte ich gerne schon vor meinem Studium gewusst. In der Schule ist es ja so, dass man einfach
mal Querbeet komplett alles lernt und ich hab mir dann immer gedacht: „Was bringt
es mir, so viel Zeug zu lernen, was ich später mal nie wieder brauchen werde – zum Glück
lerne ich später im Studium nur Sachen, die mich wirklich interessieren.“ Und dann bist du im Studium, und es ist eben
wieder genau das gleiche – wobei ich sogar soweit gehen würde, zu sagen, dass du in
der Schule noch weitaus mehr sinnvolle Sachen lernst, als in manchen Fächern im BWL-Studium. In der Schule lernst du in Erdkunde, wie ein
Gewitter entsteht, in Bio, wie eine Zelle aufgebaut oder in Geschichte, wie das Römische
Reich funktioniert hat. Das sind alles Dinge, die ich zumindest rückblickend
sehr interessant finde und die man wirklich auch wissen sollte. – Beim BWL-Studium hingegen ist es so, dass
du teilweise Sachen lernst, die du wirklich nie wieder brauchen wirst. Das haben mir auch viele Leute aus meinen
Praktika bestätigt, die schon seit 15 Jahren oder so fest im Beruf drin sind. Das Problem, bei den Fächern, die du nur
so für ein Semester hast, ist nämlich folgendes: Du lernst irgendwelche total simplifizierte
theoretische Konzepte, die in der realen Welt kein bisschen anwendbar sind. Wenn du dich jetzt mit diesem einen Fach über
mehrere Semester hin beschäftigen würdest, weil du da z.B. deinen Schwerpunkt drauf legst
oder im Master in diese Richtung gehst, dann ist es wieder eine andere Sache, weil du dann
diese theoretischen Konzepte viel weiter spannst und immer mehr Sachen mit einfließen lassen
kannst, die dann den Realen Problemstellungen näher kommen. – Ich möchte euch dafür jetzt mal kurz ein
Beispiel machen: In meiner Management-Vorlesung war z.B. ein großer Bestandteil das Thema
Anreizverträge. Wenn du jetzt der Manager von einem Energy-Drink-Unternehmen
bist, und das Unternehmen hat neben dir noch einen Mitarbeiter, dann kannst du diesem Mitarbeiter
einen Arbeitsvertrag anbieten, in dem festgelegt ist, dass er so und so viel Gehalt nur dann
bekommt, wenn er so und so viel Paletten Energy-Drink hergestellt hat. Dein Mitarbeiter hat also einen Anreiz, sich
wirklich anzustrengen, weil er dann ein höheres Gehalt bekommt. Wenn du ihm hingegen einen Fixlohn zahlen
würdest, dann bekommt er ja das Gleiche Gehalt – unabhängig davon, ob er sich jetzt anstrengt
oder nicht. Und nachdem sich niemand gerne freiwillig
anstrengt, wird sich der Mitarbeiter bei einem Fixlohn sehr wahrscheinlich weniger anstrengen
als mit einem Anreizvertrag. Das ist jetzt so die Idee hinter diesem Konzept. Jetzt stellst du dir als Manager natürlich
die Frage, wie genau du diesen Vertrag gestalten solltest. Du musst da mit einberechnen, dass der Mitarbeiter
ja z.B. auch bei CocaCola arbeiten könnte, dass er kündigen könnte und Hartz4 kassiert,
dass es sein kann, dass er sich mega anstrengt und z.B. aufgrund von einem Stromausfall trotzdem
nicht genug Paletten Energy-Drink herstellen kann und so weiter. Du siehst: Das Ganze ist ein ziemlich interessantes
Thema, aber um es wirklich auf einen realen Fall anwenden zu können, musst du unglaublich
viele verschiedene Sachen mit einbeziehen. Und wenn du so ein Fach dann nur ein Semester
lang hast, dann kratzt du eben nur an der Oberfläche und rechnest eben irgendwelche
total simplifizierten Fälle durch, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben. Und das kann eben beim lernen durchaus ziemlich
frustrierend sein, weil du irgendwelche theoretischen Sachen auswendig lernst, von denen du ganz
genau weißt, dass du sie nach der Klausur am Semesterende wahrscheinlich nie wieder
benutzen wirst. – Und solche Sachen hast du eben im BWL-Studium
schon ziemlich oft. Ich hab z.B. auch in Marketing oder Informatik
nicht gelernt, wie ich eine Marketing-Kampagne aufziehe oder wie ich eine Website Designe,
sondern irgendwelche Sachen, die ich ehrlich gesagt jetzt gerade schon längst wieder vergessen
habe. Natürlich lernst du auch in anderen Studiengängen
Sachen, die du direkt wieder vergessen kannst, aber wenn du z.B. in Medizin auswendig lernst,
aus was für verschiedenen Muskeln deine Hand besteht, dann ist das etwas, was eben wirklich
ein Fakt ist, wohingegen du bei BWL in erster Linie irgendwelche theoretischen Konzepte
lernst, die nur so lange gültig sind, bis sie widerlegt wurden und an den Unis ein neues
Konzept gelehrt wird. Wenn so etwas für dich ein absolutes No-Go
ist, dann solltest du vielleicht nochmals überlegen, ob BWL wirklich das richtige für
dich ist. – Der nächste Punkt, den ich gerne schon vor
meinem Studium gewusst hätte, ist, wie unterschiedlich die Art des Lehrens zur Schule ist. Das ist jetzt eine Sache, die bei mir besonders
extrem ist, weil ich an einer staatlichen Uni studiere. Wenn du BWL an einer Fachhochschule oder einer
privaten Business School studierst, dann hast du in der Regel kleinere Gruppen, wo du dich
wirklich mit deinen Professoren austauschen kannst. Bei mir hingegen sitzen in der Vorlesung teilweise
über 500 Leute und der Professor steht vorne und rattert einfach sein Skript runter. Ich möchte jetzt auch keinem Professor einen
Vorwurf machen, weil du einfach mit 500 Leuten im Hörsaal nicht so unterrichten kannst wie
in der Schule, aber naiv wie ich vor meinem Studium war, hatte ich schon gedacht, dass
es ein bisschen mehr Diskussionen und so weiter geben wird. Das ist jetzt natürlich eine Sache, die ich
schon im Voraus hätte herausfinden können, von dem her kann ich es dir an dieser Stelle
nur empfehlen, vor deinem Studium mal deine Wunsch-Uni zu besuchen und dich dort in ein
paar Vorlesungen hineinzusetzen, um herauszufinden, ob so etwas für dich in Ordnung ist oder
ob du lieber kleinere Lerngruppen wie in den FHs und Business Schools brauchst. – Aus dieser Sache folgt dann auch der nächste
Punkt, den ich gerne schon vor meinem Studium gewusst hätte: Und zwar besuche ich in der
Regel so gut wie keine Vorlesungen. Vor meinem Studium habe ich mir extra so einen
Laptop mit Touchscreen gekauft, weil ich dachte, dass ich damit dann in der Vorlesung immer
prima mitschreiben kann, aber das war komplett rausgeschmissenes Geld. Das ist jetzt auch nicht wieder an jeder Uni
so, aber zumindest in Frankfurt gibt es in jedem Fach ein sehr ausführliches Skript,
wo mehr oder weniger alles drin steht, was am Ende in der Klausur abgefragt wird. Wie du jetzt dieses Skript lernst, bleibt
ganz alleine dir überlassen und ich hab für mich persönlich festgestellt, dass ich viel
effektiver lerne, wenn ich mir das Skript einfach alleine in der Bibliothek durchlese,
weil ich da in einer halben Stunde einfach doppelt so viel hinbekomme, als würde ich
anderthalb Stunden in der Vorlesung sitzen. Der Nachteil davon ist, dass man eine gewisse
Selbstdisziplin braucht, um sich regelmäßig auch wirklich alleine an den Stoff ranzusetzen,
aber wenn man da einmal in seinem Rhythmus drin ist, dann ist das in meinen Augen viel
viel effektiver. Ich hatte z.B. schon Fächer geschrieben,
wo ich nichtmal wusste, wie der Professor aussah, weil ich wirklich kein einziges Mal
in der Vorlesung war, und hatte in dem Fach dann am Ende trotzdem eine 1.0, weil der Professor
in der Vorlesung einzig und alleine das wiedergibt, was du dir eben auch so im Skript durchlesen
kannst. – Das Thema Klausuren führt uns dann auch zum
nächsten Punkt: Und zwar hätte ich vor meinem Studium sehr gerne gewusst, wie viel man lernen
muss, um wirklich richtig gute Noten zu schreiben. Ich gebe zu: Du kannst aus meiner Sicht das
BWL-Studium ziemlich gut packen, ohne viel dafür zu lernen, weil der Stoff jetzt nicht
unglaublich kompliziert ist. Solange du in Mathe ziemlich fit bist, kannst
du eigentlich fast alle Klausuren ohne Riesen Aufwand bestehen. Um jetzt allerdings sehr sehr gute Noten zu
schreiben, also z.B. 1.0 oder 1.3, musst du dir den Stoff ziemlich
hart geben. Und zwar nicht deshalb, weil der Stoff so
schwer ist, sondern, weil die Klausuren so gestellt sind, dass du überhaupt keine Zeit
zum überlegen hast. Es ist den Professoren nämlich in der Regel
eine fixe Notenverteilung vorgegeben – das bedeutet, sie müssen die Klausur so stellen,
dass ca. 30% durchfallen, maximal 5% 1.0 schreiben, 10% 2.0 , 20% 3.0 und so weiter. Dadurch, dass der Stoff jetzt nicht total
schwer ist, aber gleichzeitig aufgrund der vorgegebenen Notenverteilung auch nicht die
Hälfte der Leute eine 1.0 schreiben darf, wirst du in der Klausur einfach mit zu vielen
Aufgaben und zu wenig Zeit konfrontiert. Du schaffst es also nur dann, eine 1.0 zu
schreiben, wenn du bei keiner einzigen Aufgabe überlegen musst, sondern schon ganz genau
weißt, was du dort zu tun hast. Und um das herauszufinden, rechnest du während
der Lernphase einfach dutzende Altklausuren von jedem Fach hundert mal hoch und runter,
bis du die Klausuren dann quasi im Schlaf durchrechnen kannst. In der eigentlichen Klausur am Ende ist es
dann in der Regel so, dass du sagen wir mal 6 Aufgaben hast, 5 davon 1:1 sind wie die
aus den Altklausuren und die 6. Aufgabe dann eine sogenannte „Einserbremse“
ist. Diese 6. Aufgabe ist dann einfach übertrieben schwer,
komplett anders als alles, was du bisher gerechnet hast, und du kannst sie nur dann lösen, wenn
du die anderen 5 Aufgaben mega schnell runtergerechnet hast und für die 6. Aufgabe noch genug Zeit zum überlegen hast. So, wie ich das gerade beschrieben habe, läuft
zumindest in meinem BWL-Studium so gut wie jede einzelne Klausur ab. Und wenn du jetzt den Anspruch an dich selbst
hast, richtige Top-Noten zu schreiben, dann kannst du dich eigentlich schon mal sehr gut
drauf einstellen, dass du während der Klausurenphase, also ca. 6-8 Wochen pro Semester, wirklich jeden Tag
10-12 Stunden Minimum am lernen sein wirst. Natürlich gibt es auch Leute, die mit weniger
Lernen überall konstant Top-Noten schreiben, aber diese Leute sind wirklich sehr sehr selten. Warum hab ich diesen Punkt jetzt in das Video
mit aufgenommen? Nun – wenn ich schon vor dem Studium gewusst
hätte, wieviel ich während dem Studium lernen werde, hätte ich mir vermutlich beim Abi
um einiges mehr Mühe gegeben. Bei mir war das zumindest damals so, dass
man glaub ich vor der schriftlichen Abiturprüfung so eine Woche keine Schule hatte und ich habe
einfach nur in dieser Woche jeden Tag so 4 oder 5 Stunden den Stoff von den letzten 2
Jahren wiederholt. Und wenn ich damals auch nur halbwegs die
Arbeitsmoral an den Tag gelegt hätte, die ich jetzt beim Studium nutze, hätte ich halt
mit Leichtigkeit einen viel viel besseren Abi-Schnitt erreicht, was mir dann z.B. für
Stipendien oder für Uni-Bewerbung sehr viel genutzt hätte. Von dem her mein Appell an dich: Wenn du jetzt
gerade noch in der Schule bist, dann gib ordentlich Gas, weil du während deinem Studium noch
viel viel mehr lernen wirst. – 2 Punkte habe ich noch für dieses Video vorbereitet,
die jetzt beide eher in die Richtung Berufseinstieg gehen, weil wie du weißt, geht es ja auf
dem Channel in erster Linie um das Thema Bewerbung / Karriere und da gehört das natürlich auch
noch dazu. Die eine Sache, die ich gerne schon vor meinem
Studium gewusst hätte, ist, wie wichtig es ist, WO man studiert, und wie EGAL es ist,
was jetzt der genaue Name des Studiengangs ist. Das ist jetzt eine Sache, die in erster Linie
für die Leute gilt, die BWL studieren, weil sie später richtig Karriere machen und ordentlich
Geld verdienen wollen. Die Unternehmen, die für solche karriereorientierten
Leute nämlich am beliebtesten sind, z.B. große Unternehmensberatungen oder Investmentbanken,
achten nämlich sehr stark darauf, an welcher Uni du studiert hast. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die von
irgend einer kleinen Uni oder Fachhochschule bei diesen Unternehmen reinkommen, aber wenn
du an einer der TOP-BWL-Unis studierst, hast du hier einen ganz klaren Vorteil. Die ganzen Unternehmen kommen zu dir auf den
Campus, geben dort Workshops, führen dort teilweise direkt Interviews und es sieht auf
deinem Lebenslauf einfach sehr gut aus, wenn du an einer richtig guten Uni studiert hast. Ich persönlich hatte das vor meinem Studium
so gut wie gar nicht auf dem Schirm. Ich wusste zwar, dass Mannheim ziemlich gut
für BWL ist, aber nachdem mein Abi-Schnitt dafür nicht gereicht hatte, war das für
mich keine Option. Und dann stand ich zwischen der Wahl, ob ich
an so eine kleinere Hochschule bei mir in der Nähe gehen soll oder nach Frankfurt. Der Grund, warum ich die Hochschule so interessant
fand, war, dass der Studiengang dort „Internationales Finanzmanagement“ hieß und das hat sich
damals für mich einfach genau nach dem angehört, was ich später mal machen wollte. Im Nachhinein bin ich sehr sehr froh, dass
ich mich für Frankfurt entschieden hab, weil das vielleicht nicht die allerbeste Uni in
Deutschland ist, aber alleine durch den Standort immer mehr im Kommen ist und auch alle großen
Unternehmensberatungen und Banken bei uns auf dem Campus vertreten sind. Wenn du das Geld hast, dann sind für BWL
solche Unis wie die WHU, die Frankfurt School, die Uni St. Gallen oder die EBS ganz gute Adressen – wenn
du eher wie ich staatlich studieren möchtest, dann fallen mir jetzt in erster Linie Uni
Mannheim, Uni Frankfurt, LMU München und TU München ein, aber da gibt es auch noch
einige andere Unis, die sich in etwa auf diesem Niveau bewegen. Natürlich lernst du an allen Unis mehr oder
weniger das Gleiche – es wird überall nur mit Wasser gekocht – aber einige Unternehmen
achten eben sehr darauf, wo du studiert hast. Falls du dich in diese Thematik noch ein bisschen
weiter hineinwühlen möchtest, empfehle ich dir die Seite wiwi-treff.de, da gibt es ein
ziemlich großes Forum, wo die Leute stundenlang darüber debattieren, ob es jetzt z.B. besser
ist, seinen Bachelor an der Uni Mannheim oder in St. Gallen zu machen. Ich kann dir aus meiner persönlichen Erfahrung
empfehlen: Achte schon darauf, dass die Uni einen gewissen Ruf hat, aber fokussiere dich
jetzt nicht zu hart nur auf irgendwelche Rankings, sondern schau auch, dass du wo studierst,
wo dir auch die Stadt gefällt, damit du nicht 3 Jahre irgendwo wohnst, wo es dir überhaupt
nicht gefällt. Was allerdings meiner Erfahrung nach wirklich
ziemlich egal ist, ist, wie der Studiengang jetzt genau heißt. Ob du jetzt BWL, Wirtschaftswissenschaften,
International Business, Internationales Finanzmanagement oder was auch immer studierst – es ist im
Endeffekt immer mehr oder weniger das Gleiche. An deiner Stelle würde ich ganz klar nach
der Uni wählen und nicht danach, wie genau der Studiengang jetzt heißt. – Den letzten Punkt, den ich gerne schon vor
meine Studium gewusst hätte, ist, wie wichtig Praktika sind. Du hast als BWLer fast keine Chance, bei den
großen Unternehmen nach der Uni einen Festeinstieg zu bekommen, wenn du nicht schon mindestens
ein oder zwei gute Praktika bei ähnlichen renommierten Unternehmen gemacht hast. Um jetzt allerdings ein gutes Praktikum bei
einem renommierten Unternehmen zu bekommen, brauchst du in der Regel allerdings auch bereits
ein Vorpraktikum – das bedeutet, du musst dich also mit deinen Praktika Schritt für
Schritt hocharbeiten. Das ist genau das gleiche wie z.B. beim Fussball. Toni Kroos war z.B. nicht von Anfang an bei
Real Madrid, sondern er war erst bei der Jugend von Hansa Rostock, dann bei Bayer Leverkusen,
dann beim FC Bayern und erst als er sich dort überall bewiesen hat, ist er zu Real Madrid
gekommen. Und mehr oder weniger genauso läuft es auch
bei einer klassischen BWLer-Karriere ab. Wenn ich diesen Punkt vor meinem Studium gewusst
hätte, dann hätte ich wahrscheinlich versucht, schon in den Sommerferien nach dem Abi ein
kleines Praktikum zu bekommen, damit ich eben von Anfang an einen gewissen Vorsprung gehabt
hätte. Damit sind wir jetzt mit diesem Video auch
durch. Es gibt noch viele Punkte, die ich noch viel
tiefer hätte ansprechen können – wenn ich noch mehr Videos in diese Richtung machen
soll, dann gebt mir in den Kommentaren einfach Bescheid. Ich persönlich hätte mich rückblickend
definitiv nochmals für das Studium entschieden, einfach und alleine, weil dir danach extrem
viele Türen offen stehen. Gleichzeitig ist es jedoch natürlich schade,
dass du viele Dinge lernst, die du nie wieder brauchen wirst und einige Dinge NICHT lernst,
die du gerne lernen würdest, wie z.B. wie du mit Aktien handelst, wie du ein eigenes
Unternehmen gründest oder wie du deine Steuererklärung machst. Das sind z.B. alles Dinge, die ich sehr gerne
gelernt hätte, auf die man aber zumindest in meinem Studium überhaupt nicht eingegangen
ist. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Video einen
guten Überblick geben konnte, ob du jetzt BWL studieren sollst oder nicht. Wenn dir das Video geholfen hat, freue ich
mich, wenn du mir nen Daumen hoch gibst, den Kanal abonnierst und mir in den Kommentaren
schreibst, was du sonst noch alles von mir wissen möchtest. Falls du noch für dein nächstes Praktikum
ein bisschen Hilfe brauchst, dann klick einfach HIER auf diesen Link. Da kannst du dich nämlich zu meinem kostenlosen
Bewerbungs-Webinar anmelden, wo ich dir zeige, wie du auch ohne besondere Qualifikationen
nen richtig tollen Job bekommen kannst. Wir sehen uns im nächsten Video – bis dahin
viele Grüße, dein Bewerbungscoach David!