Auswandern Schweiz 🇨🇭 | Vorteile und Vorgehen

Auswandern Schweiz 🇨🇭 | Vorteile und Vorgehen

October 10, 2019 12 By Stanley Isaacs


Die Anzahl der deutschen Staatsbürger in
der Schweiz steigt von Jahr zu Jahr. Während im Jahre 1995 noch 92’000 Deutsche
in der Schweiz lebten, sind es im Jahre 2017 bereits über 305’000, die sich im Südlichen
Nachbarland niederliessen. Wenn man die Doppelstaatsbürger ebenfalls
in Betracht zieht, beträgt die Zahl der Deutschen in der Schweiz 450’000, was der Einwohnerzahl
von ganz Zürich, der grössten Stadt der Schweiz, und Biel entspricht. Aber im Gegensatz zu Einwanderern aus anderen
Nationen, handelt es sich bei den Deutschen vornehmlich um Studenten und Qualifizierte
Arbeitskräfte, die sich aktiv an der Wohlfahrt des Staates beteiligen. Ich konnte keine Zahlen zu den deutschstämmigen
Personen in der Schweiz ausfindig machen, aber diese liegt natürlich noch deutlich
höher, denn nicht ohne Grund spricht man in der Nordostschweiz Deutsch. Seit 2016 ist die Zahl der Auswanderer aus
Deutschland astronomisch gestiegen, weshalb dieses Video zur Auswanderungs-Serie gehört,
in welcher ich auf das Auswandern in die USA, nach Australien, nach Kanada, nach Südamerika,
das Auswandern in die Schweiz, nach Russland und in die Türkei behandle. Zu jedem dieser Gebiete habe ich ein einzelnes
Video erstellt – In der Beschreibung ist die dazugehörige Wiedergabeliste verlinkt. Doch zurück zur Schweiz: Wieso ist das Auswandern
in die Schweiz so beliebt? Und welche Punkte gilt es zu beachten? Im Jahre 2018, sind 16’430 Deutsche in die
Schweiz ausgewandert – tendenz steigend. Somit liegt die Schweiz deutlich auf dem Platz
eins der Länder, in welche die Deutschen auswandern. Die Auswanderungen aus Deutschland in die
Schweiz sind meist politisch und wirtschaftlich motiviert. Nicht nur die direkte Demokratie, sondern
auch das deutlich höhere Lohnniveau sowie die höhere Lebensqualität sind Gründe einer
Auswanderung. Häufig erscheint das Gegenargument, dass
auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz hoch sind, und sich dieser Vorteil deshalb
wieder ausgleicht. Doch wenn eine Person in Deutschland einen
Lohn von 10 verdient und 8 für Lebenshaltungskosten ausgibt, bleiben ihm am Ende 2 für das Sparen
übrig. Wenn dieser Bürger in der Schweiz aber 100
verdient und 80 für Lebenshaltungskosten ausgibt, bleiben ihm 20, was das Sparen trotz
den höheren Lebenshaltungskosten deutlich effektiver macht. Prozentual gesehen können die Lebenshaltungskosten
je nach Ort der Niederlassung in der Schweiz höher sein, aber dank den tieferen Steuern
ist es finanziell gesehen sowieso nicht schlecht, in die Schweiz auszuwandern. Aufgrund politischen und wirtschaftlichen
Differenzen, gibt es Spannungen zwischen den beiden Ländern, die dem Wohlfühlen als Auswanderer
im Wege stehen könnten. Gleichzeitig sind die Schweizer nicht gerade
dafür bekannt, Einwanderern gegenüber freundlich gestimmt zu sein. Oder wie Julius Caesar sagte: “Wie alle
wissen, sind die Helvetier eine überaus kriegerische und blutdürstige Rasse. Ihr Fremdenhass ist berüchtigt.”. Das ist natürlich etwas weit hergeholt, aber
tatsächlich sind die meisten Schweizern, Einwanderern, vor allem jene, die nichts am
Wohlergehen der Gemeinschaft beitragen, negativ eingestellt. Das erklärt auch die Tatsache, dass in der
Schweiz die als rechtskonservativ beschriebene Schweizer Volkspartei die stärkste politische
Partei ist. Zusätzlich erklärt es auch, wieso die Schweiz
weder Mitglied der EU, noch der NATO ist und so zumindest auf dem Papier, unabhängig und
neutral ist. Aber die Ausländerfeindlichkeit gegenüber
den Deutschen hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich minimiert. Laut einer zwar etwas alten Umfrage aus dem
Jahr 1995, sind nur 11% der Züricher Deutschen gegenüber feindlich eingestellt. Verglichen mit den Einwanderern aus der Türkei,
den Arabern und Einwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien, ist dies wenig. Während bei anderen Nationen die Feindlichkeit
aus der Angst entsteht, dass die Einwanderer unkontrolliert vom Sozialstaat profitieren,
kommt die Feindlichkeit gegenüber den Deutschen aus der Angst davor, dass die Deutschen die
Schweizer aus gut bezahlten Arbeitsstellen drängen. Doch trotz all diesen Umständen sind die
Schweizer und die Deutschen kulturell sehr ähnlich. Wenn einmal die Hürde des Schweizerdeutschs
überwunden wird, steht dem Finden von Freunden in der Schweiz definitiv nichts im Weg. Der Anteil an Einwanderern in der Schweiz
beträgt mittlerweile über 25 Prozent. Den größten Teil davon bilden Italiener
im Süden der Schweiz und deutsche Einwanderer in der Ostschweiz, gefolgt von portugiesischen,
französischen, und serbischen Neuzüglingen. So muss beachtet werden, dass die Population
in der Schweiz – vor allem in den Städten – äusserst divers ist. Nicht ohne Grund gibt es in der Schweiz vier
offizielle Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, was von etwa
60’000 Personen vorwiegend in den Alpen gesprochen wird. Doch nochmals kurz zu den Vorteilen einer
Auswanderung in die Schweiz, bevor wir uns die Bedingungen und das Vorgehen einer Auswanderung
genauer ansehen. Neben der wie bereits erwähnt stabileren
politischen Situation dank direkter Demokratie sowie den deutlich höheren Löhnen, sind
auch die Steuern signifikant geringer als in Deutschland und so ziemlich allen Ländern
der europäischen Union. In Zürich beispielsweise, liegt der Durchschnittslohn
bei fast 5700 Schweizer Franken, was über 5200 Euro entspricht. Zusätzlich ist die geographische Nähe zu
Frankreich, Italien und den Alpen äusserst praktisch um dort seine Ferien zu verbringen. Ausgebildete Fachkräfte werden in der Schweiz
stets gesucht. Vor allem IT-Spezialisten, Finanz- und Gastronomiefachleute
sind gefragt, die in der Nahrungsmittelindustrie, dem Versicherungs- und Bankengewerbe oder
dem Tourismussektor arbeiten. Medizinische Stellen werden ebenfalls oft
von ausländischem Fachpersonal besetzt, welches besonders in der medizinischen Betreuung und
in der Forschung gefragt ist. Auch die eidgenössisch-technische Hochschule
in Zürich, besser bekannt als ETH, zählt zu den drei besten technischen Universitäten
weltweit. Nichtsdestotrotz haben wir ein Tempolimit
auf unseren Autobahnen, was für manche passionierte Autofahrer ein Dorn im Auge ist. Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft
dürfen sich 90 Tage visumsfrei in der Schweiz aufhalten, müssen jedoch gewerbliche Tätigkeiten
in dieser Zeit melden. Möchte man länger in der Schweiz bleiben,
ist eine Aufenthaltsbewilligung bei dem jeweiligen Kanton notwendig. Man kann sich für einen Kurzaufenthalt anmelden,
für eine befristete Aufenthaltsbewiligung oder für eine Niederlassungsbewilligung. Eine Kurzaufenthaltsbewilligung ist für zwischen
drei und maximal zwölf Monaten möglich und kann verwendet werden, um eine Anstellung
zu finden. Eine befristete Aufenthaltsbewilligung ist
für Personen mit einem Arbeitsvertrag für mindestens einem Jahr erhältlich. Diese ist 5 Jahre gültig und kann verlängert
werden. Personen ohne Erwerbstätigkeit – beispielsweise
Rentner, Studierende und andere Nichterwerbstätige – haben Anspruch auf eine Bewilligung, wenn
ausreichend finanzielle Mittel, sowie eine Kranken- und Unfallversicherung nachgewiesen
werden kann. Der Schweizer Pass kann erlangt werden, wenn
man seit zwölf Jahren in der Schweiz wohnhaft ist – die zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr verbrachten Jahre in der Schweiz
zählen doppelt. Ausländische Ehepartner können ein Gesuch
für die erleichterte Einbürgerung stellen, sofern sie in einer stabilen Ehe, die mindestens
drei Jahre dauert, leben und insgesamt mindestens fünf Jahre in der Schweiz wohnen. Die letzten zwölf Monate vor Gesuchstellung
müssen am Stück in der Schweiz verbrachten worden sein. Wie alle Gesuchsteller müssen auch ausländische
Ehepartner belegen, dass sie gut in der Schweiz integriert sind. Anschliessend wird ein Gespräch mit Prüfung
zur Geschichte und Politik der Schweiz in der Wohngemeinde durchgeführt. Die endgültige Entscheidung trifft dann die
Wohngemeinde und in einigen Gemeinden entscheidet eine Abstimmung der Einwohner dieser Gemeinde. In diesem Fall ist es also gut, sich sozial
und freundlich in der Gemeinde zu zeigen, um möglichst viele Stimmen zu erzielen zu
können. Falls du in die Schweiz auswandern möchtest
oder sogar schon ausgewandert bist, dann freue ich mich explizit auf deine Erfahrungen zu
diesem Thema. Schreibe doch gerne einen Kommentar unter
das Video. Ich hoffe, dass ich in diesem Video einige
interessante Denkanstösse zum Auswandern in die Schweiz geben konnte. In der verlinkten Wiedergabeliste sind Videos,
zum Auswandern in andere Länder aufzufinden.